Fahrt nach Flossenbürg

Am Samstag, den 27.9. 25 besichtigten insgesamt 22 Teilnehmer (Mitglieder der Sinninger Initiative, Interessierte und „Omas gegen rechts“ aus Ingolstadt) die Gedenkstätte des ehemaligen KZs Flossenbürg (bei Weiden in der Oberpfalz) Flossenbürg? Vielen ist dieser Ort als KZ-Standort nicht bekannt, obwohl es eines der größten Lager in Deutschland war.
Es wurde 1938 als sog. Arbeitslager eingerichtet, um im nahegelegenen Steinbruch Granit abzubauen – unter anderem für die geplanten und errichteten monströsen Bauwerke der Nationalsozialisten, z.B. dem Zeppelinfeld in Nürnberg

© Kz Gedenkstätte Flossenbürg Foto: Thomas Dashuber


Von Anfang an war es aber auch als Vernichtungslager geplant, und zwar Vernichtung durch Arbeit, durch Erschöpfung, durch Hunger, durch Kälte. Im sog. Tal des Todes, einer Gedenkstätte, die kurz nach der Befreiung errichtet wurde, erinnern Grabsteine an die vielen Toten aus allen Ländern Europas. Es waren Menschen, die wegen ihrer politischen Gesinnung eingesperrt, misshandelt, ermordet wurden, wegen ihrer Lebensweise, wegen ihrer Religion, aber es waren auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangen aus Polen, Ukraine oder Russland. In einem eigenen Trakt wurden „Sonderhäftlinge“ eingesperrt, u.a. Widerstandskämpfer aus dem Kreis um den 20.Juli und der evangelische Pfarrer Dietrich Bonhoeffer. Zwei Wochen vor Befreiung des Lagers wurden sie hingerichtet.
Im Museum beeindruckte uns vor allem die neue Installation, die anhand von gesprochenen Original- Zeitzeugenberichten, untermalt von verfremdeten Schwarz-Weißbildern, das Leid der Menschen wiederzugeben versucht. Diese Ausstellung wurde erst vor wenigen Tagen im Beisein von einem der letzten Überlebenden eröffnet.
(Mehr dazu im Pressebericht des Oberpfalz Echos
Zum Bericht )


